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Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt mit fast 650 000 Einwohner*innen ist als Kunst- und Kulturmetropole bekannt. Und vielleicht ist Ihnen die Bürger*innenbeteiligung zur Neugestaltung der Düsseldorfer Oper in Erinnerung, die 2021 mit der digitalen Beteiligungsplattform ins Leben gerufen wurde.
Von der kulturellen Beteiligung machte die Stadt am Rhein als nächstes den Sprung in die stadtplanerische Beteiligung. Im Herbst 2023 wurde zur Partizipation am Grünordnungsrahmenplan aufgerufen. Die Einladung zum Mitgestalten des Grün in der Stadt erfolgte über eine Social-Media-Kampagne. Interessierte Bürger*innen wurden von dort auf die Beteiligungswebseite gelotst.
„Wollten Sie schon immer mal Stadtplaner werden?“ Mit dieser einladenden Frage aktivierte die Beteiligungsabteilung die Kreativität und den Mitmachwillen der Düsseldorfer*innen auf der digitalen Plattform.
Worum geht es konkret? Die Stadt möchte einen Grünflächen-Rahmenplan für den Stadtbezirk 9 – so der stadtinterne Projektname – entwickeln. Übersetzt für Nicht-Düsseldorfer bedeutet das: Stadtplanung der Grünflächen von insgesamt 8 Stadtvierteln für ein besseres Klima, für mehr Entspannung und Erholung. Die Abteilung hinter dem Grünflächen-Rahmenplan ist das Gartenamt Düsseldorf. Die Beteiligung wird von der Düsseldorf Marketing, einer 100%igen Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt Düsseldorf, als übergreifende Plattform realisiert.

Auf der Online-Beteiligungsplattform angekommen, konnten die Bürger*innen aus verschiedenen Beteiligungsformaten auswählen, die ihrem Bedarf oder Interesse am ehesten entsprechen. Die Beteiligungsmöglichkeiten wurden auf der Plattform detailliert beschrieben, so dass die Nutzer*innen genau wussten, was zu tun ist und welche Partizipationsmöglichkeiten es gibt. Sie konnten an einer klassischen Online-Befragung teilnehmen, ihre Ideen in einer Austauschbörse einbringen und diese Ideen auf einer Düsseldorf-Karte auch direkt verorten. Über 800 Menschen haben sich an dem Projekt beteiligt – und wurden teilweise richtig kreativ:

Die dynamische Kartenfunktion ermöglicht auf spielerische Weise, Ideen zur Verbesserung der Stadt auf der Stadtkarte präzise zu markieren. Diese Funktion wird von Verwaltungen sehr geschätzt, auch in Düsseldorf. Nathalie Odermann, Marketing Managerin bei Düsseldorf Marketing und zuständig für die Beteiligungsplattform, machte das Zusammenspiel aus Kartenfunktion und Ideen-Austauschbörse verantwortlich für die zahlreichen Beiträge, die von Bürger*innen zum Thema Grünflächenplan eingereicht wurden.
„Diese Erkenntnisse waren ein großer Mehrwert für das Gartenamt.“
Geoverortung, Ideenfindung auf Karten – das sind neue Herangehensweisen für viele Ämter. Mit diesen neuen Inputs lässt sich der Kurs des Düsseldorfer Gartenamts Richtung Klimaschutz und sozialen Grünflächen noch besser aufnehmen.
„Wir lernen mit jedem neuen Projekt mehr über die vielen Features, Tools und Formate der Webseite, die sich ja auch stetig weiterentwickelt, so dass wir immer besser und effizienter in der Anwendung und Umsetzung werden.”
Insgesamt waren über 100 Personen auf der Online- Plattform aktiv und haben mehr als 100 Ideen eingereicht, über 300 mal wurde kommentiert. Ein guter Aufschlag!

Aktuell werden die Beiträge, Ideen und Rückmeldungen der Düsseldorfer*innen vom Gartenamt und seinen beteiligten Akteur*innen auf Umsetzbarkeit geprüft. Sofern möglich, werden diese in die Planungen einfließen.
(Digitale) Partizipation spielt in Stadtplanung und Stadtentwicklung eine zentrale Rolle für den Erfolg von Projekten. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse aus Düsseldorf und warten ab, welcher Politikbereich als nächstes für Bürger*innenbeteiligung ausgewählt wird.
Wenn auch Sie stärker in die Bürger*innenbeteiligung einsteigen wollen, dann lassen Sie uns reden! Kontaktieren Sie uns doch für ein unverbindliches Beratungsgespräch!

Waddinxveen, eine Gemeinde in der Provinz Südholland, ist die am schnellsten wachsende Stadt der Niederlande und zählt heute fast 35.000 Einwohner*innen. 30 % von ihnen sind unter 25 Jahre alt, und bis 2050 wird dieser Anteil auf 40 % steigen. Dieser demografische Trend hat für die Gemeinde eine drängende Frage aufgeworfen: Wie bezieht man selbst die jüngsten Einwohner*innen in Entscheidungen über die Zukunft ein? Esther van Ellinkhuizen, Mitarbeiterin für Ratsangelegenheiten und Kinderbeteiligung, erklärt, wie sie das macht.
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In Rijswijk, einer Kommune mit rund 57.000 Einwohner*innen in Südholland, liegt ein Ort mit bemerkenswerter Geschichte. Am Hof van Sion entdeckten Archäolog*innen die Überreste eines Klosters aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Heute ist der Hof van Sion Teil von RijswijkBuiten, einem nachhaltigen neuen Stadtviertel. Als die Kommune dort einen neuen Gemeinschaftstreffpunkt schaffen wollte, fragte sie die Einwohner*innen, was sie sich wünschten. Diese teilten ihre Ideen online über eine interaktive Karte.

Amstelveen, direkt vor den Toren Amsterdams gelegen, arbeitet gemeinsam mit den Einwohner*innen an einer grüneren, einladenderen und inklusiveren Stadt. Über die Online-Beteiligungsplattform können Einwohner*innen langfristige Pläne für die Stadt mitgestalten, sich an der Planung neuer Stadtviertel beteiligen und Ideen für kleinere Verbesserungen einbringen, die im Alltag einen sichtbaren Unterschied machen.