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In Rijswijk, einer Kommune mit rund 57.000 Einwohner*innen in Südholland, liegt ein Ort mit bemerkenswerter Geschichte. Am Hof van Sion entdeckten Archäolog*innen die Überreste eines Klosters aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Heute ist der Hof van Sion Teil von RijswijkBuiten, einem nachhaltigen neuen Stadtviertel. Als die Kommune dort einen neuen Gemeinschaftstreffpunkt schaffen wollte, fragte sie die Einwohner*innen, was sie sich wünschten. Diese teilten ihre Ideen online über eine interaktive Karte.
Einwohner*innen teilten ortsbezogene Vorschläge für den neuen Treffpunkt.
Landschaftsarchitekt*innen verwandelten die Ideen und Prioritäten der Einwohner*innen in zwei mögliche Entwürfe.
Die Gemeinschaft brachte Ideen ein, kommentierte Entwürfe, stimmte für einen Favoriten und half, die letzten Details auszuwählen.
Einwohner*innen haben oft ganz unterschiedliche Bedürfnisse, die manchmal sogar im Widerspruch zueinanderstehen. Wie schafft man einen Ort im Viertel, an dem sich alle zu Hause fühlen? Rijswijk nutzte seine Go-Vocal-Beteiligungsplattform, um das herauszufinden.
Der erste Entwurf für den Hof van Sion entstand 2017. Bis 2021 waren viele neue Einwohner*innen in das Viertel gezogen, sodass Rijswijk beschloss, die Pläne zu überarbeiten.
Einwohner*innen waren eingeladen, über eine interaktive Karte auf der Go-Vocal-Plattform der Kommune neue Ideen einzureichen. Mit einer Stecknadel konnten sie genau markieren, wo im Gebiet ihr Vorschlag galt. Das visuelle Format machte es Einwohner*innen leicht, Ideen mit konkreten Orten zu verknüpfen, offenbarte aber auch unterschiedliche und teils widersprüchliche Prioritäten.
Manche Einwohner*innen wünschten sich einen Skatepark. Andere fanden, das passe nicht zum grünen, historischen Charakter des Ortes. Eine Person schlug einen Hundekotbeutelspender vor, eine andere wollte Hunde ganz aus dem Gebiet verbannen.
Insgesamt trugen Einwohner*innen 75 Ideen in die Karte ein – mehr, als realistisch in einen einzigen Treffpunkt für das Viertel passen konnten.

Um den Austausch zu vertiefen, bildete die Kommune eine Präsenz-Arbeitsgruppe aus Anwohner*innen und lokalen Organisationen. Die Gruppe befasste sich mit verschiedenen Themen, darunter Sport und Spiel, Grünflächen und nachhaltige Entwicklung. So flossen zahlreiche Bedürfnisse und Prioritäten der Gemeinschaft in die Diskussion ein.
Landschaftsarchitekt*innen nutzten anschließend die Ergebnisse der Online-Karte und der Arbeitsgruppensitzungen, um zwei Entwürfe zu entwickeln.
Die Pläne spiegelten die Wünsche und Rückmeldungen der Einwohner*innen wider und berücksichtigten zugleich die verfügbaren Mittel und technischen Möglichkeiten.
Die beiden finalen Entwürfe erhielten die Namen „Hof van herinneringen“ (Hof der Erinnerungen) und „Hof van ontmoeting“ (Hof der Begegnung). Einwohner*innen konnten jedes einzelne Element der Entwürfe kommentieren.
Der Plan für einen Boule-Platz in „Hof van herinneringen“ etwa sorgte für viele Reaktionen. Manche Einwohner*innen waren voll dafür, andere hielten ihn für überflüssig, da der alte Platz ohnehin kaum genutzt worden war. Angesichts der gemischten Rückmeldungen entschied die Stadt, den Platz vorerst aus dem Entwurf zu nehmen. So führten Diskussion und Beteiligung zu konkreten Ergebnissen.
In der nächsten Runde stimmten die Einwohner*innen für ihren bevorzugten Entwurf und später über zusätzliche Optionen ab, um ihn weiter zu verfeinern. „Hof van herinneringen“ gewann mit deutlichem Abstand: 73 Stimmen gegen 15 für den anderen Entwurf.

Ein paar letzte Details mussten noch entschieden werden.
Während der Entwurfsphase hatte die Kommune zu drei Themen unterschiedliche Meinungen erhalten. Manche Einwohner*innen wollten mehr Spielflächen, Grün oder historische Elemente, andere weniger davon. Rijswijk organisierte daher eine zusätzliche Abstimmungsrunde zu mehreren optionalen Merkmalen. Die Ergebnisse halfen der Kommune, den finalen Entwurf fertigzustellen.
Anschließend konnte die Kommune mit der Umsetzung beginnen, die unterschiedlichen Bedürfnisse und Vorlieben berücksichtigen und für jedes ausgewählte Element den passenden Platz finden.
Der Beteiligungsprozess von Rijswijk für den Hof van Sion war ein Erfolg – nicht nur wegen der hohen Zahl an Rückmeldungen, sondern auch, weil die Gespräche auf der Projektseite die unterschiedlichen Bedürfnisse und Anliegen im Viertel sichtbar machten.
Das Projekt zeigte, wie Einwohner*innen von den ersten Ideen bis zum finalen Entwurf einbezogen werden können. Indem sie an mehreren Stellen um Rückmeldung bat, gab die Kommune den Menschen während des gesamten Prozesses eine bedeutsame Rolle, statt sie nur einmal um eine Stellungnahme zu bitten.
Die Kombination aus Online- und Präsenzbeteiligung war eine weitere wichtige Stärke. Die interaktiven Karten machten das Projekt zudem sehr anschaulich und leicht verständlich und schufen so einen zugänglichen und einladenden Weg für ganz unterschiedliche Einwohner*innen, sich zu beteiligen.
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In Rijswijk, einer Kommune mit rund 57.000 Einwohner*innen in Südholland, liegt ein Ort mit bemerkenswerter Geschichte. Am Hof van Sion entdeckten Archäolog*innen die Überreste eines Klosters aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Heute ist der Hof van Sion Teil von RijswijkBuiten, einem nachhaltigen neuen Stadtviertel. Als die Kommune dort einen neuen Gemeinschaftstreffpunkt schaffen wollte, fragte sie die Einwohner*innen, was sie sich wünschten. Diese teilten ihre Ideen online über eine interaktive Karte.

Amstelveen, direkt vor den Toren Amsterdams gelegen, arbeitet gemeinsam mit den Einwohner*innen an einer grüneren, einladenderen und inklusiveren Stadt. Über die Online-Beteiligungsplattform können Einwohner*innen langfristige Pläne für die Stadt mitgestalten, sich an der Planung neuer Stadtviertel beteiligen und Ideen für kleinere Verbesserungen einbringen, die im Alltag einen sichtbaren Unterschied machen.

Am Rand von Paris, im Département Val-de-Marne, liegt Charenton-le-Pont – eine ruhige Stadt mit 31.000 Einwohner*innen. Am Zusammenfluss von Marne und Seine, direkt am Bois de Vincennes gelegen, hat die Stadt alle Voraussetzungen, um zu einem Zentrum für Radverkehr und andere aktive Mobilitätsformen zu werden. Und was liegt da näher, als die Bürger*innen einzubeziehen, um gemeinsam einen durchdachten Fahrradplan zu entwickeln?