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In den ersten acht Wochen löste Neckarsulm über 60 von 100 gemeldeten Mängeln mithilfe des Mängelmelders von Go Vocal - konkret, schnell und mit direktem Feedback. Was nach einem simplen IT-Tool klingt, ist ein Baustein für gelebte Demokratie vor der Haustür.
bis zu messbaren Ergebnissen – vom Go-Live zur nachweisbaren Wirkung für Bürger*innen und Verwaltung
Lösungsquote in den ersten zwei Monaten
jede Meldung wird automatisch kategorisiert, georeferenziert und an die richtige Stelle weitergeleitet
Demokratiezufriedenheit entsteht nicht nur an der Wahlurne oder im Stadtratssaal. Sie entsteht auch in der Alltagserfahrung: Ist die Straße vor meiner Haustür in Ordnung? Funktioniert die Straßenlaterne im Park? Kann mein Kind sicher im Park spielen?
Ein gut aufgestellter Mängelmelder macht Beteiligung niedrigschwellig: kein Forum, keine Sitzung, kein Voranmelden bei einer Bürgerversammlung. Man fotografiert, schreibt zwei Sätze, und die Verwaltung antwortet. Für Menschen, die nie zu einer Podiumsdiskussion gehen würden, ist das eine einfache Form wirksamer Teilhabe.
Der Einwand, ein Mängelmelder sei „keine echte Bürgerbeteiligung", verkennt, wie Vertrauen in Demokratie entsteht. Wer erlebt, dass die Stadt auf ein Schlagloch reagiert, traut ihr auch zu, bei größeren Vorhaben gehört zu werden.
Wenn Kommunen über Bürgerbeteiligung sprechen, denken viele zunächst an Bürgerforen, Leitbildprozesse oder einen Bürgerhaushalt. Ein Mängelmelder, d.h. ein Tool, mit dem Einwohner*innen kaputte Straßenlaternen oder falsch entsorgten Müll melden, wirkt dagegen wie eine einfache Verwaltungshilfe.
Neckarsulm, eine Mittelstadt mit rund 26.500 Einwohner*innen ist dem Wunsch der Bevölkerung nachgekommen, einen digitalen Meldeweg zu schaffen. Doch häufig haben diese Lösungen eine zentrale Schwäche: Sie sind vom Rest der Bürgerbeteiligung isoliert und die Bearbeitung ist kompliziert. Konkret bedeutet das, dass Mängel zwar ankommen, der Prozess aber für Bürger*innen kaum nachvollziehbar ist und die interne Weiterleitung über manuelle Schritte geht.
Gleichzeitig stellte sich eine grundsätzliche Frage: Rechtfertigt ein Mängelmelder die Anbindung an eine vollwertige Beteiligungsplattform? Ist das Engagement rund um kaputte Gehwegplatten überhaupt demokratische Teilhabe?
Die Stadt Neckarsulm hat diese Frage mit Ja beantwortet und die bisherige Erfahrung zeigt, dass es die richtige Entscheidung war.
Anfang 2026 entschied die Stadt Neckarsulm, eine zentrale digitale Beteiligungsplattform einzuführen: Go Vocal, erreichbar unter mitgestalten.neckarsulm.de. Der Mängelmelder war eines der ersten Projekte, die auf der Plattform live gingen. Darüber hinaus startete die Stadt mit einem Fotowettbewerb, einer Beteiligung zu einem Sanierungsgebiet und einem Vorschlagsprojekt zur Belebung der Innenstadt.
Alle Bewohner*innen Neckarsulms können bei Sichtung eines öffentlichen Mangels über die Plattform ein georeferenziertes Foto einreichen. Dabei ist es besonders hilfreich, dass der Standort automatisch erkannt wird und die Anwendung für das Handy optimiert ist. Das Amt für Stadtentwicklung und Baurecht ist verantwortlich für die Koordination mit dem Bauhof und bekommt alle relevanten Informationen auf einmal: wo genau das Problem liegt, wie es aussieht, wer es gemeldet hat.
Lange Rückfragen und Prozesse entfallen, da jede Meldung einer Kategorie zugeordnet wird und automatisch an die zuständige Stelle weitergeleitet wird. Wenn die Verwaltung den Mangel behoben hat, kann der Status mit einem Klick geändert werden und eine automatische E-Mail-Benachrichtigung wird versandt. Die Meldung wird öffentlich angezeigt, sodass der Prozess für alle Seiten transparent ist und keine Doppelmeldungen entstehen.
„Unser Mängelmelder hat die Zusammenarbeit mit dem Bauhof und unseren Fachbereichen spürbar vereinfacht. Die Meldungen kommen direkt georeferenziert und mit Fotos rein — die Zuständigen wissen sofort, wo der Schuh drückt, ohne lange Rückfragen. Das kommt intern sehr gut an. Und das spiegelt sich in den Zahlen wider: In den ersten acht Wochen haben wir bereits über 60 von 100 gemeldeten Mängeln abschließend bearbeitet."
– Manuel Heer, Amtsleitung, Amt für Stadtentwicklung und Baurecht, Stadt Neckarsulm
Was zunächst wie ein interner Effizienzgewinn klingt, hat auch eine nach außen gerichtete Wirkung: Bürger*innen, die einen Mangel melden und dann die Rückmeldung erhalten, dass das Problem behoben wurde, erleben Verwaltung als handlungsfähig. Das ist keine Kleinigkeit.
Der Mängelmelder ist dabei nur der Einstieg. Go Vocal bietet eine umfangreiche Werkzeugkiste für Bürgerbeteiligung: Umfragen mit integrierten Karten, Ideenfingungsprojekte, Vorschlagswesen, Bürgerbudgets.
Der große Vorteil: Die registrierten Nutzer*innen des Mängelmelders können auch für andere Beteiligungsverfahren eingeladen werden. Dadurch entsteht, auch in ruhigen Sommermonaten, eine kontinuierlich wachsende Basis von Nutzer*innen. Diese können problemlos zur Teilnahme an Umfragen, Abstimmungen oder Ideenfindungsprozessen eingeladen werden.
Neckarsulm hat mit einem konkreten, verständlichen Format angefangen und dabei bewusst auf Niedrigschwelligkeit gesetzt. Für Kommunen, die Ähnliches planen empfehlen wir:
„Unser Mängelmelder hat die Zusammenarbeit mit dem Bauhof und unseren Fachbereichen spürbar vereinfacht. In den ersten acht Wochen haben wir bereits über 60 von 100 gemeldeten Mängeln abschließend bearbeitet."
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In den ersten acht Wochen löste Neckarsulm über 60 von 100 gemeldeten Mängeln mithilfe des Mängelmelders von Go Vocal - konkret, schnell und mit direktem Feedback. Was nach einem simplen IT-Tool klingt, ist ein Baustein für gelebte Demokratie vor der Haustür.

Seit gut 12 Monaten läuft die neue, vom österreichischen Gesundheitsministerium initiierte „Beteiligungsplattform für Gesundheit“ der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG). Eine Go-Vocal-Plattform, auf der alle Beteiligungsprojekte rund um das Thema Gesundheit zusammenlaufen sollen. Das Ziel: Österreicher*innen sollen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und in der Versorgung mitgestalten können.


Durch die Möglichkeit, einfach Vorschläge einzureichen, mit Freunden zu teilen und deren Ideen zu unterstützen, beteiligen sich nun mehr junge Menschen als je zuvor. Diese Methode hilft der Stadt, mehr junge Stimmen in die Stadtgestaltung und Entscheidungsfindung einzubinden.