
Vanja ist eine leidenschaftliche Verfechterin sozialer Wirkung. Ihre überzeugenden Beiträge betonen die Kraft gesellschaftlichen Beteiligung und treiben den systemischen Wandel voran.ng
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Beim Thema Mobilität geht es zwar auch darum, von einem Ort zum anderen zu kommen. Vor allem aber geht es um sichere, effiziente und bequeme Fortbewegung. Jede:r sollte in der Lage sein, die verfügbaren Mobilitätsoptionen zu nutzen und davon zu profitieren. Damit Mobilität menschenzentriert gestaltet wird, sollten wir die Menschen in unseren Kommunen und Städten in die Planung einbeziehen. Eine Schülerin, die im Rollstuhl zur Schule pendelt wird die Stadt anders erleben, als ein Arbeiter auf dem Weg zur Nachtschicht oder ein Elternteil, das mit dem Kinderwagen Besorgungen macht. Die Einbeziehung der Bevölkerung bedeutet auch, kollektive Intelligenz zu nutzen. So lassen sich verschiedene Probleme unterschiedlicher Nutzungsgruppen besser verstehen. Damit ist Ihr Mobilitätsplan ein strategischer Plan, der Ihren verkehrspolitischen Projekten Orientierung gibt, der alle Prioritäten zusammenbringt, damit Sie eine zugängliche Mobilität für Ihre Gemeinschaft schaffen können.
Die Menschen, die in Ihrer Stadt leben, arbeiten, pendeln, aufwachsen und älter werden, sind Expert:innen dafür, was funktioniert und was nicht – und haben gute Ideen für nötige Verbesserungen. Wenn Sie herausfinden möchten, ob der öffentliche Nahverkehr sicher, sauber oder zuverlässig genug ist, dann befragen Sie diejenigen, die ihn jeden Tag nutzen, die auf Bus oder U-Bahn angewiesen sind. Wenn Sie Konzepte für städtische Barrierefreiheit entwickeln möchten, ist es nur ratsam, diejenigen einzubeziehen, die sich mit einem Rollstuhl, einem Stock oder einem Kinderwagen durch die Straßen bewegen.
Oft ist von der Zukunft der Mobilität die Rede, wenn es um die vielen technischen Innovationen geht, die jüngst den sogenannten Sharing-Sektor hervorgebracht haben. Eine Branche, die Tech mit dem Handlungsdruck des Klimawandels und sich verändernde Bedürfnisse und Prioritäten vereint hat. Sind Car- und Bikesharing und andere Mitfahrgelegenheiten die Bausteine einer zukunftsfähigen Mobilität, einer Mobilitätswende? Ohne Frage, wir haben heutzutage mehr Fortbewegungsmöglichkeiten denn je. Aber Preis, Zugänglichkeit und Nutzungsbedingungen wirken darauf ein, ob diese Entwicklungen tatsächlich ganzen Gemeinschaften zugute kommen.

Hier sind ein paar Tipps für eine zukunftsfähige, inklusive Mobilitätsplanung::
Als die Stadt Lancaster (USA) entschied, ihre Gemeinde einzubeziehen, um die South Duke Street sicherer und nutzungsfreundlicher zu gestalten, stellte sie Daten von Fachleuten zur Verfügung. Gleichzeitig wollte die Stadt das kollektive Wissen aus der Gemeinde abrufen und nutzte dafür die Funktion der Geoverortung auf der Beteiligungsplattform. Dadurch sollten sich Probleme besser visualisieren lassen. Dann wandte sich die Stadt mit diesem Aufruf an die Bevölkerung: „Bevor wir mit den Planungen beginnen, möchte die Stadt Lancaster Ihre Gedanken, Ideen und Erfahrungen mit den Straßen im Viertel hören. Sie wissen am besten, wo die Bürgersteige und Fußgängerüberwege verbessert werden müssen, wo Sie gerne die Straße überqueren (und wo nicht), wo Sie Autofahrer sehen, die zu schnell fahren und wo wir mehr Licht, mehr Bäume und Sitzgelegenheiten brauchen.“